Kinderorthopädie

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Deshalb versuchen wir auf die speziellen Bedürfnisse von Kindern und Eltern behutsam einzugehen.

Denn ist ein Kind krank bedeutet dies für die ganze Familie eine besondere Belastung.

Wichtig ist es bei der Betreuung von Kindern, die Besonderheiten des wachsenden Bewegungsapparates zu kennen und in die Behandlung mit einzubeziehen. Eine frühzeitige Diagnostik und präventive Maßnahmen sind insbesondere bei Kindern wichtig um Folgeschäden zu minimieren.

Unsere langjährige Erfahrung in der Kinderorthopädie hilft uns, angeborene und erworbene Schäden zu erkennen und eine adequate Therapie in die Wege zu leiten. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern und Kinderärzten ist uns hierbei sehr wichtig.

Wichtige kinderorthopädische Erkrankungen sind z.B.

Erkrankungen der Hüfte

  • Hüftdysplasie/Hüftluxation:Die Hüftdysplasie ist eine angeborene Fehlanlage oder erworbene Fehlentwicklung des Hüftgelenkes, die v.a. die Hüftpfanne betrifft. Bei der Hüftluxation kommt es zur teilweisen oder sogar vollständigen Ausrenkung des Gelenkes. Da dies zu gravierenden Einschränkungen führt, wird in Deutschland ein Sceening der Hüften standardmäßig zur U3 bei Risikofaktoren (z.B. instabiles Hüftgelenk, Hüftfehlbildungen in der Familie, Beckenendlage) bereits in der ersten Lebenswoche durchgeführt. Auch wir führen die Hüftschalluntersuchung bei Säuglingen durch. Sollte sich eine nicht normal entwickelte Hüfte zeigen, ist je nach Befund die Weiterbehandlung in einer Schiene, im Gips oder teilweise sogar eine operative Therapie notwendig.

 

  • Hüftkopfnekrose (Morbus Perthes): Hierbei handelt es sich um eine Wachstumsstörung des Hüftkopfes aufgrund einer Durchblutungsstörung der Oberschenkelepiphyse. Sie tritt v.a. bei Jungen um das 5.-7. Lebensjahr auf.

 

  • Hüftkopfgleiten (Epiphyseolysis capitis femoris): Die Epiphyseolysis capitis femoris ist ein sich Lösen der Wachstumsfuge, wobei der komplette Hüftkopf abgleiten kann. Sie tritt v.a. im pubertären Alter auf und kann zur Arthrose des betroffenen Gelenkes führen.

 

Erkrankungen des Fußes

  • Klumpfuß: Der Klumpfuß ist eine fixierte Fußfehlform. Er kann alleine oder zusammen mit anderen Veränderungen (Hüftdysplasien, neurogenen Störungen) auftreten. In den allermeisten Fällen kann ein Klumpfuß mit Hilfe von speziellen Gipsverbänden (Redression nach Ponseti) behandelt werden. Nur in wenigen Fällen ist heutzutage noch ein großer operativer Eingriff notwendig.

 

  • Knicksenkfuß: Kinder haben anders als Erwachsene einen physiologischen Knicksenkfuß, welcher sich aufgrund der vermehrten Einwärtsdrehung im Hüftgelenk ergibt. Abzugrenzen ist der physiologische Knicksenkfuß von schmerzhaften teilweise rigiden Fußfehlformen.

 

  • Sichelfuß: Der Sichelfuß ist die häufigste Fußfehlform des Säuglings. Er entwickelt sich nahezu immer erst nach Geburt meist durch ein muskuläres Ungleichgewicht der Fußmuskulatur. Eine spezielle Therapie ist nur in wenigen Fällen notwendig.
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